Kritischer Journalismus sei vor allem im Lokalbereich so gut wie nicht mehr existent, beklagt Andreas Halbach in der Sendung Frontal 21 (Video, PDF-Dokument, 26.06.2007). Zeitungen könnten es sich immer weniger leisten, über regionale Unternehmen kritisch zu berichten, da sie oft von deren Werbebuchungen abhängig seien. Nun sei es aber nicht so, dass gar nicht mehr berichtet würde. Im Gegenteil ließen sich sogar viele Zeitungen auf Kooperationsgeschäfte mit den Werbepartnern ein. Das Ergebnis seien wohlklingende Artikel über die jeweiligen Unternehmen, die sie zum Teil gleich selbst schreiben.
Zitat einer Redakteurin, die anonym bleibt: “Kritische Berichterstattung gegen Anzeigenkunden ist unerwünscht und wird weggelassen. Auch Koppelgeschäfte sind an der Tagesordnung. Das heißt Kunden, die Anzeigen schalten, über die wird dann auch noch im redaktionellen Teil freundlich berichtet. Die Vermischung von Werbung und redaktioneller Berichterstattung ist an der Tagesordnung. Wir als Redakteure haben keine Möglichkeiten, uns dagegen zu wehren. Wir machen es halt, anderenfalls würden wir ganz schnell unseren Job verlieren.”
