Politik kauft Öffentlichkeit

Es ist gängige Praxis, dass staatliche Behörden mit gezielter PR-Arbeit in eigener Sache versuchen, ihr Image zu verbessern und die öffentliche Meinung zu beeinflussen (vgl. Watchblog, 11.05.2006). Gängig sind außerdem Kooperationsgeschäfte zwischen Zeitungen und Werbepartnern. Wer Anzeigen schaltet, über den wird im redaktionellen Teil freundlich berichtet (vgl. Watchblog, 28.06.2007).

Der Kölner Stadt-Anzeiger (10.08.2007) schildert die Versuche einer Werbeagentur des Bundeswirtschaftsministeriums, dessen Botschaften Gehör zu verschaffen. Die Agentur biete deutschen Regionalzeitungen öffentliche politische Veranstaltungen und Redaktionsbesuche durch den Staatssekretär des Ministeriums an und stelle dafür Gegenfinanzierungen durch Anzeigen in Aussicht.

Update (13.08.2007): Im Gegensatz zum Kölner Stadt-Anzeiger hat sich die Märkische Allgemeine (13.07.2007) auf eine Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschaftsministerium eingelassen. Andreas Streim hat dort einen von Lobhudelei strotzenden Artikel ganz im Sinne des Ministeriums und entlang der Vorgaben der PR-Agentur verfasst.

Kritisierte Publikation: Public Relations (allgemein)
RJ, 12. August 2007, 12:51 Uhr,



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Bisher 1 Kommentar
  1. Von RJ, 23. August 2007, 10:06 Uhr

    Die Jungle World berichtet auch über die Dialogtour des Bundeswirtschaftsministeriums - allerdings ganz seriös nach den strengen Grundsätzen des unabhängigen Journalismus. ;-)

    RJ

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