CIA orgelt auf allen Kanälen

Das US-Verteidigungsministerium beschäftigt massenhaft Analysten als schnelle Eingreiftruppe, die ins Rennen geschickt werden, wenn Medien einmal nicht regierungskonform berichten. Sie kommen dann meistens als „unabhängige Experten“ zu Wort, berichtet David Barstow in der New York Times (20.04.2008).

Matthias Rüb findet das in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (22.04.2008) nicht sonderlich skandalös. Es sei schließlich nichts Neues, dass Behörden und Unternehmen Medien mit Informationen und Meinungen füttern. Nicht neu sei auch, fügt Mathias Bröckers (20.04.2008) an, dass die Medien immer mal wieder solche „Enthüllungsgeschichten“ bringen – um „die Konsensmaschine zu schmieren“, damit „das Medienbordell ‚frei von Sünden‘ weiterläuft“.

Meta-Info (22.04.2008) findet allerdings den Umfang und die Breite bemerkenswert, mit denen das Pentagon mit den Medien gearbeitet hat. „Dass die ‚Lufthoheit‘ über die öffentliche Meinung im Sinn psychologischer Kriegführung der US-Regierung und besonders dem Pentagon mindestens genausoviel an Einsatz wert war, wie die der amerikanischen Luftwaffe, wird mit der Recherche der New York Times ein weiteres Mal überdeutlich.“

Kritisierte Publikation: Public Relations (allgemein)
RJ, 22. April 2008, 11:58 Uhr, Kommentare deaktiviert für CIA orgelt auf allen Kanälen



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