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	<title>Watchblog - Kritische Medienbeobachtung</title>
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	<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 12:30:35 +0000</pubDate>
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		<title>Watchblog.de für 75.000 Euro</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 12:16:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RJ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[[kurz verlinkt]]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Domain watchblog.de steht zum Verkauf. Der Preis beträgt 75.000,00 Euro. Interessenten finden meine Kontaktdaten im Impressum.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Domain watchblog.de steht zum Verkauf. Der Preis beträgt 75.000,00 Euro. Interessenten finden meine Kontaktdaten im <a title="Impressum" href="http://www.watchblog.de/impressumkontakt/" target="_self">Impressum</a>.</p>
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		<title>Artikel für Anzeige</title>
		<link>http://www.watchblog.de/2009/05/12/artikel-fur-anzeige/</link>
		<comments>http://www.watchblog.de/2009/05/12/artikel-fur-anzeige/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 May 2009 21:14:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RJ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[FAZ]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt der Autor Hans-Henning Kappel eine 14-tägliche Artikelreihe zum Thema &#8220;Qualifikation &#38; Erfolg&#8221;. Bisher hatte er die Themen dafür selbst ausgewählt. Diesmal wünschte ein Redakteur der FAZ allerdings einen bestimmten Artikel zum Thema &#8220;Ausbildung in Kommunikations- und Medienberufen&#8221;.
Da Kappel mit diesem Bereich nicht sonderlich vertraut war, wandte er sich mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt der Autor Hans-Henning Kappel eine 14-tägliche Artikelreihe zum Thema &#8220;Qualifikation &amp; Erfolg&#8221;. Bisher hatte er die Themen dafür selbst ausgewählt. Diesmal wünschte ein Redakteur der FAZ allerdings einen bestimmten Artikel zum Thema &#8220;Ausbildung in Kommunikations- und Medienberufen&#8221;.</p>
<p>Da Kappel mit diesem Bereich nicht sonderlich vertraut war, wandte er sich mit der Bitte um Hilfe an die FAZ. Diese schickte ihm Pressetexte der PR-Akademie Rhein-Main, die er in großen Teilen übernahm, ohne die Quelle zu nennen.</p>
<p>Das alles erklärt Hans-Henning Kappel in einer E-Mail gegenüber Sascha Stoltenow. Ihm war dieser &#8220;Artikel&#8221; in der FAZ aufgefallen. Auf die Frage, warum Kappel den PR-Text einfach abschreibt und die Quelle nicht nennt, bekommt Stoltenow aber keine Antwort. Ebenso bleibt die Frage offen, ob es sich bei diesem <strong>normalen redaktionellen</strong> Artikel in der FAZ nicht tatsächlich um bezahlte Werbung handelt.</p>
<p>Soltenow spekuliert, dass es sich bei dieser FAZ-Veröffentlichung um ein Koppelgeschäft der Anzeigenakquise  und der Redaktion handelt.</p>
<p>(via <a href="http://www.pr-journal.de/redaktion-aktuell/kommentare/7333-organisiert-faz-koppelgeschaefte-redaktion-fuer-anzeigen.html" target="_blank">PR-Journal</a>, 11. Mai 2009, mit PDF-Dateien des FAZ-Artikels und der Kommunikation zwischen Sascha Stoltenow und Hans-Henning Kappel)</p>
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		<title>Strukturproblem Meinungsfreiheit</title>
		<link>http://www.watchblog.de/2008/09/30/strukturproblem-meinungsfreiheit/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 11:41:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RJ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Welle habe ein manifestes Strukturproblem, das sich in einer ideologisch penetranten, KP-nahen China-Berichterstattung des Senders äußere, beklagen Mario Vargas Llosa, Imre Kertesz, Edgar Hilsenrath und weitere Unterzeichner des Autorenkreises der Bundesrepublik (Homepage) in einem offenen Brief an den Bundestag (Perlentaucher, 23.09.2008) Diese Behauptung belegen sie allerdings nicht. Der Bundestag solle stattdessen eine unabhängige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Welle habe ein manifestes Strukturproblem, das sich in einer ideologisch penetranten, KP-nahen China-Berichterstattung des Senders äußere, beklagen Mario Vargas Llosa, Imre Kertesz, Edgar Hilsenrath und weitere Unterzeichner des <a title="Autorenkreises der Bundesrepublik" href="http://www.autorenkreis-bundesrepublik.de/" target="_blank">Autorenkreises der Bundesrepublik</a> (Homepage) in einem offenen <a title="Brief an den Bundestag" href="http://www.perlentaucher.de/artikel/4958.html" target="_blank">Brief an den Bundestag</a> (Perlentaucher, 23.09.2008) Diese Behauptung belegen sie allerdings nicht. Der Bundestag solle stattdessen eine unabhängige Kommission einsetzen und diesen Vorwurf prüfen.</p>
<p>Der Aufhänger dieses Schreibens ist eine angeblich politisch verwirrte Journalistin der Deutschen Welle in China, so der Autorenkreis der Bundesrepublik. Zhang Danhong habe erklärt, dass die Kommunistische Partei Chinas mehr als jede politische Kraft auf der Welt zur Verwirklichung des Artikels 3 der Erklärung der Menschenrechte (Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person) beigetragen habe.</p>
<p>Diese provozierende These habe Zhang aber geäußert, so Volker Bräutigam auf <a title="Radio Utopie" href="http://www.radio-utopie.de/2008/09/05/die-deutsche-welle-als-maulkorbflechter/" target="_blank">Radio Utopie</a> (05.09.2008) um das sonst oft von deutschen Medien vermittelte China-Zerrbild etwas zu begradigen. Denn zumeist würden nur die negativen Seiten Chinas in den Vordergrund gestellt. Es gebe jedoch auch Fortschritte, sogar bei den Menschenrechten.</p>
<p><span id="more-37"></span>Zhang Danhong: &#8220;Ich streite überhaupt nicht ab, dass in China die Menschenrechte verletzt werden. Mein Kritikpunkt ist, dass nur über negative Dinge berichtet wird. Auf Fortschritte wird nicht geguckt. Bei so einem riesigen Land wie China mit dieser komplizierten Entwicklung wünschte ich mir mehr fundierte Hintergrundberichte&#8221;.</p>
<p>Diese Sichtweise müsse man nicht teilen, schreibt Bräutigam, aber sie sei zu respektieren, selbst wenn sie einem nicht schmecke. Die Deutsche Welle hat dessen ungeachtet ihre Journalistin Zhang Danhong suspendiert. Ihr &#8220;die eigene, fundierte Meinung zum Vorwurf zu machen, weil sie nicht in unsere Schablonen passt, spottet allen unseren Vorstellungen vom Recht auf Meinungsfreiheit&#8221;, meint dazu Volker Bräutigam.</p>
<p><b>Update (13.10.2008):</b> 65 Chinawissenschaftler, Publizisten und Politiker protestieren gegen die Forderung, die China-Berichterstattung der Deutschen Welle unter Aufsicht zu stellen: &#8220;Das angestrebte Ziel ist offenkundig die Unterbindung jeder um Differenzierung bemühten öffentlichen Kommunikation über die Entwicklung Chinas in Journalismus und Wissenschaft und die Verpflichtung aller öffentlichen Akteure dieses Bereichs auf eine pauschale negative Berichterstattung über China&#8221; (<a target ="_blank" href="http://www.perlentaucher.de/artikel/4992.html">Perlentaucher</a>, 13.10.2008).</p>
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		<title>Köln gegen rechts - protestieren mit Spaß</title>
		<link>http://www.watchblog.de/2008/09/27/koln-gegen-rechts-protestieren-mit-spas/</link>
		<comments>http://www.watchblog.de/2008/09/27/koln-gegen-rechts-protestieren-mit-spas/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 11:13:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RJ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[[kurz verlinkt]]]></category>

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		<description><![CDATA[Meint der die gleiche Veranstaltung - auf der ich eben noch war? Ich habe eben noch friedlichen Protest und Partystimmung erlebt. Ist die Stimmung so umgeschlagen? Oder konstruiert hier jemand seine subjektiven Vorurteile in Berichterstattung und Bildwelten?
Mayarosasweblog, 20. September 2008
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>Meint der die gleiche Veranstaltung - auf der ich eben noch war? Ich habe eben noch friedlichen Protest und Partystimmung erlebt. Ist die Stimmung so umgeschlagen? Oder konstruiert hier jemand seine subjektiven Vorurteile in Berichterstattung und Bildwelten?</i><br />
<a target="_blank" href="http://mayarosasweblog.wordpress.com/2008/09/20/koln-gegen-rechts-protestieren-mit-spas/">Mayarosasweblog</a>, 20. September 2008</p>
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		<title>CIA orgelt auf allen Kanälen</title>
		<link>http://www.watchblog.de/2008/04/22/cia-orgelt-auf-allen-kanalen/</link>
		<comments>http://www.watchblog.de/2008/04/22/cia-orgelt-auf-allen-kanalen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 10:58:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RJ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Public Relations (allgemein)]]></category>

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		<description><![CDATA[Das US-Verteidigungsministerium beschäftigt massenhaft Analysten als schnelle Eingreiftruppe, die ins Rennen geschickt werden, wenn Medien einmal nicht regierungskonform berichten. Sie kommen dann meistens als &#8220;unabhängige Experten&#8221; zu Wort, berichtet David Barstow in der New York Times (20.04.2008).
Matthias Rüb findet das in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (22.04.2008) nicht sonderlich skandalös. Es sei schließlich nichts Neues, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das US-Verteidigungsministerium beschäftigt massenhaft Analysten als schnelle Eingreiftruppe, die ins Rennen geschickt werden, wenn Medien einmal nicht regierungskonform berichten. Sie kommen dann meistens als &#8220;unabhängige Experten&#8221; zu Wort, berichtet David Barstow in der <a target="_blank" href="http://www.nytimes.com/2008/04/20/washington/20generals.html?pagewanted=print">New York Times</a> (20.04.2008).</p>
<p>Matthias Rüb findet das in der <a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EED6FA578577F42A884E294F1A3D4E94B~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Frankfurter Allgemeinen Zeitung</a> (22.04.2008) nicht sonderlich skandalös. Es sei schließlich nichts Neues, dass Behörden und Unternehmen Medien mit Informationen und Meinungen füttern. Nicht neu sei auch, fügt <a target="_blank" href="http://www.zweitausendeins.de/writersblog/broeckers/index.cfm?mode=entry&#038;entry=6DD68106-65BF-D72D-A2A52888FC48AEA7">Mathias Bröckers</a> (20.04.2008) an, dass die Medien immer mal wieder solche &#8220;Enthüllungsgeschichten&#8221; bringen – um &#8220;die Konsensmaschine zu schmieren&#8221;, damit &#8220;das Medienbordell &#8216;frei von Sünden&#8217; weiterläuft&#8221;.</p>
<p><a target="_blank" href="http://news.web-hh.de/index.php?newsfull=1&#038;lid=31232&#038;print=1">Meta-Info</a> (22.04.2008) findet allerdings den Umfang und die Breite bemerkenswert, mit denen das Pentagon mit den Medien gearbeitet hat. &#8220;Dass die &#8216;Lufthoheit&#8217; über die öffentliche Meinung im Sinn psychologischer Kriegführung der US-Regierung und besonders dem Pentagon mindestens genausoviel an Einsatz wert war, wie die der amerikanischen Luftwaffe, wird mit der Recherche der New York Times ein weiteres Mal überdeutlich.&#8221;</p>
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		</item>
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		<title>Verfahren à la Metternich</title>
		<link>http://www.watchblog.de/2008/04/02/verfahren-a-la-metternich/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Apr 2008 15:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RJ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[DLF]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Daniela Dahn
&#8220;Rote Zellen&#8221; entsorgt. Der Deutschlandfunk stellt unbequeme Literaturredakteure kalt
Unter dem neuen Namen Andruck - das Magazin für politische Literatur strahlt der Deutschlandfunk ab dem 7. April die bisherige Sendung Politische Literatur aus. Nicht nur der Name ändert sich, auch das Format wird angepasst.&#8221; Die Presseerklärung des Kölner Senders verheimlicht jedoch die wichtigste &#8220;Anpassung&#8221;: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>Von Daniela Dahn</i></p>
<p><b>&#8220;Rote Zellen&#8221; entsorgt. Der Deutschlandfunk stellt unbequeme Literaturredakteure kalt</b></p>
<p>Unter dem neuen Namen <i>Andruck - das Magazin für politische Literatur</i> strahlt der Deutschlandfunk ab dem 7. April die bisherige Sendung <i>Politische Literatur</i> aus. Nicht nur der Name ändert sich, auch das Format wird angepasst.&#8221; Die Presseerklärung des Kölner Senders verheimlicht jedoch die wichtigste &#8220;Anpassung&#8221;: Den für das vielfach ausgezeichnete politische Feature zuständigen Redakteuren Karin Beindorff und Hermann Theißen, die auch die Politische Literatur über Jahre geprägt und sie zur interessantesten Sachbuchsendung im öffentlich-rechtlichen Hörfunk gemacht haben, wurde die redaktionelle Verantwortung entzogen. Sie sollen auch als Moderatoren nicht mehr zu hören sein. </p>
<p>In ihren - im positiven Sinne - anstößigen Sendungen rezensierten Elisabeth Bronfen, Klaus Theweleit, Volker Ullrich, Norbert Frei, Hans-Martin Lohmann, Klaus Kreimeier, Daniel Cil Brecher, Elmar Altvater, Bernd Greiner, Lothar Baier und viele andere namhafte Vertreter der kritischen Publizistik. Man konnte dort ebenso sachkundige wie provokante Gespräche mit Heiner Müller, Wolfgang Engler, Hans-Ulrich Wehler, Christoph Butterwegge oder Edgar Wolfrum hören. Viele Beiträge wurden von Zeitungen und Zeitschriften nachgedruckt, manche, mitunter sogar ganze Sendungen, finden sich in Büchern wieder. </p>
<p><span id="more-33"></span></p>
<p><b>Keine Rechtskultur</b></p>
<p>Doch solche Qualitätsausweise zählen für die Programmverantwortlichen beim Deutschlandfunk (DLF) offenbar nicht. Auf einer Redakteursversammlung gab Chefredakteur Dieter Jepsen-Föge zwar seine &#8220;hohe Wertschätzung für Frau Beindorff und Herrn Theißen und ihre Arbeit&#8221; zu Protokoll, aber in der Redaktion habe es &#8220;Verwerfungen&#8221; gegeben, die er nur durch die Absetzung der beiden Redakteure habe auflösen können. Der erst vor wenigen Monaten ernannte Redaktionsleiter, der seinen Programmdirektor bis hin zu dessen Vorliebe für meist verunglückende Schlacht- und Kriegsmetaphern kopiert, erläuterte den staunenden Mitarbeitern, was man im Kölner Funkhaus so alles unter &#8220;Verwerfungen&#8221; versteht. </p>
<p>Nachdem auf einer Redaktionskonferenz etwas härter als sonst über Qualitätsansprüche von Sendungen gestritten worden sei, hätten sich zwei Redakteure, deren Namen er nicht nennen könne und dürfe, bei ihm über das &#8220;Klima&#8221; auf dieser Konferenz beschwert. Das habe bei ihm &#8220;alle Alarmglocken schrillen lassen&#8221;. Statt ein Gespräch mit den beiden Redakteuren zu suchen, die für die klimatischen Verstimmungen verantwortlich gemacht wurden, wandte er sich direkt an Chefredakteur und Programmdirektor. Auch die fanden es nicht weiter erstaunlich, dass anonyme Denunziationen der kollegialen Auseinandersetzung vorgezogen werden sollen. Sie sahen keine Notwendigkeit, Beindorff und Theißen anzuhören, um so mehr aber, sie als für die <i>Politische Literatur</i> zuständige Redakteure abzusetzen. Nicht einmal &#8220;ein Minimum an Rechtskultur&#8221; habe es bei diesem Verfahren gegeben, befand Matthias Straessner, der Kulturchef des Kölner Senders. </p>
<p>Er führte dies auf eine &#8220;Hysteriegeschichte&#8221; zurück, die die Redaktion seit Jahren zu spüren bekommt. Deren Initiator ist Günter Müchler, Programmdirektor von DLF und Deutschlandradio Kultur. Er gilt als Vertreter der CDU im Proporzgefüge des Senders. Als solcher scheint er eine Allergie gegen Eigensinn seiner Redakteure zu haben und gegen alles, was sich links von dem bewegt, was er für die Mitte hält. Vielleicht eine Spätfolge seines Buches über das Metternichsche Zensur-System. </p>
<p>Bereits vor zehn Jahren hatte Müchler ein in der Redaktion von Hermann Theißen entstandenes Feature mit dem Titel: <i>Endlager für Parteifunktionäre - Wem dient die Bundeszentrale für Politische Bildung</i>?, das die Rechtslastigkeit dieser Einrichtung kritisierte, zu verhindern versucht. Wenig später kippte er einen von Karin Beindorff betreuten Rückblick auf die &#8220;Sympathisantenhatz&#8221; während des Deutschen Herbstes 1977 aus dem Programm. Die Featureredaktion sei eine &#8220;rote Zelle&#8221; tönte Müchler. Einen Kritiker seiner Formierungspolitik diffamierte er sogar als &#8220;besonders verunglücktes Exemplar des homo sapiens&#8221;. Gemeint war der Medienwissenschaftler und Publizist Klaus Kreimeier. Der hatte in der taz geschrieben: &#8220;Müchler kann eine ganz bestimmte Richtung auf den Tod nicht ausstehen. Das ist sein gutes Recht, doch mit dieser Idiosynkrasie ist er als Programmchef einer öffentlich-rechtlichen Anstalt fehl am Platz. Eher gehört er ins Bundeskanzleramt, dem er als Autor eines Buches <i>Helmut Kohl - Kanzler der deutschen Einheit</i> ohnehin stärker verbunden ist, als es das Ausgewogenheitsgebot der Rundfunkverfassungen erlaubt.&#8221; </p>
<p><b>Alles nur Handwerk</b></p>
<p>All das führte auch damals zu mit harten Bandagen ausgetragenen Auseinandersetzungen, von &#8220;Verwerfungen&#8221; war indes keine Rede. Die Featureabteilung wurde aufgelöst und zeitweise eingegliedert in die Abteilung Hintergrund, deren damaliger Leiter, der ebenfalls CDU-nahe Wehr- und Sicherheitsexperte Rolf Clement, allerdings an seinem Auftrag scheiterte, die beiden Redakteure an die kurze Leine zu legen. </p>
<p>Den Einfluss von Beindorff und Theißen auf die Sendung <i>Politische Literatur</i> begrenzte der Kanzler-Jubelprosaist Müchler, indem er ihnen ihm nahe stehende Redakteure zur Seite stellte, einen Propagandisten der katholischen Sekte Opus Dei zum Beispiel. </p>
<p>Deutschlandradio-Intendant Ernst Elitz fand es damals bedauerlich, dass Kritik an &#8220;handwerklichen Mängeln&#8221; einiger Feature zu einem Zensurvorwurf geführt hätte. Diesen ließ er schon aus formalen Gründen nicht gelten: Zensur meine immer einen von außen, meist von staatlichen Stellen kommenden Angriff auf redaktionelle Arbeit, hieß es in einem Intendantenbrief. Wie praktisch - was immer innerredaktionell geschieht, ob das unbegründete Vorschieben formaler Einwände oder der Rauswurf unbequemer Autoren - alles nur Handwerk. Dass sich der Zensor über die allzu parteipolitisch dominierten Gremien einschleichen könnte, die die Anstaltsleitung wählen, kommt nicht in Betracht. Zumal Sender mit ihrem Programmauftrag der Öffentlichkeit verpflichtet sind, und nicht den Parteien. </p>
<p>&#8220;Im Vordergrund&#8221; des neu gestalteten Magazins für politische Literatur, heißt es in der eingangs zitierten Presseerklärung, stehe der &#8220;Servicegedanke&#8221;. Eine Chiffre, die gern benutzt wird, wenn Verflachung gemeint ist. Und darum scheint es beim DLF zu gehen. Kritische und eigenwillige Journalisten sollen ausgeschaltet werden, um ungestört von redaktionellen Kontroversen Anstößiges durch Formatiertes ersetzen zu können. &#8220;Qualität&#8221;, definiert Elitz, &#8220;ist die Abkehr vom ewig Gleichen und die Pflicht zur Provokation.&#8221; Das ist schön gesagt, doch behält es den Charakter einer Sonntagsrede, wenn der Intendant nicht dagegen einschreitet, dass sein Programmdirektor den Raum für Provokation und kritische Auseinandersetzung immer mehr verengt.</p>
<p><b>Quelle: <a target="_blank" href="http://www.freitag.de/2008/13/08130501.php">Freitag</a>, 28. März 2008, Nr. 13</b></p>
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		<item>
		<title>Berichte über Russland voller Stereotype und Klischees</title>
		<link>http://www.watchblog.de/2008/04/01/berichte-uber-russland-voller-stereotype-und-klischees/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 17:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RJ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Offener Brief von Michail Gorbatschow
An meine Freunde, die deutschen Journalisten,
seit einigen Jahren habe ich zunehmend Kontakt zu den deutschen Medien, insbesondere im Zusammenhang mit dem Vorsitz im Petersburger Dialog, den ich neben Lothar de Maiziére innehabe. Selbstverständlich galt und gilt mein Interesse zunächst einmal Berichten über das, was in Russland geschieht. Dies ist immer wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>Offener Brief von Michail Gorbatschow</i></p>
<p>An meine Freunde, die deutschen Journalisten,</p>
<p>seit einigen Jahren habe ich zunehmend Kontakt zu den deutschen Medien, insbesondere im Zusammenhang mit dem Vorsitz im Petersburger Dialog, den ich neben Lothar de Maiziére innehabe. Selbstverständlich galt und gilt mein Interesse zunächst einmal Berichten über das, was in Russland geschieht. Dies ist immer wieder Thema für mich in zahlreichen Interviews, Pressekonferenzen und öffentlichen Veranstaltungen. So zum Bespiel bei der Verleihung des Doktor-Haas-Preises letztes Jahr in Berlin.</p>
<p>Worüber habe ich da gesprochen? Darüber, dass Fragen und Unverständnis entstehen, wenn man sieht, was in Deutschland über Russland geschrieben wird und wie es geschrieben wird. Nicht von ungefähr habe ich das wie hervorgehoben. Denn die Fakten, die Anlass zur Kritik bieten, stammen ja oft aus der Realität oder werden aus russischen Zeitungen übernommen. Übrigens treten russische Zeitungen zuweilen sogar kritischer auf als die ausländischen.</p>
<p>Beim aufmerksamen Blick auf die Flut von Veröffentlichungen in Deutschland wird man jedoch schwer den Eindruck wieder los, als ob man es mit einer gezielten Kampagne zu tun hat, als ob alle aus einer einzigen Quelle schöpften, die eine Handvoll Thesen enthält (in Russland gebe es keine Demokratie; die Meinungsfreiheit werde unterdrückt; eine arglistige Energiepolitik werde durchgesetzt; die Machthaber drifteten immer weiter in Richtung Diktatur ab – und so weiter und so fort.) Diese Thesen werden in verschiedenen Tonarten wiederholt. Die Zeitungsmacher scheinen auch keinerlei Interessen jenseits dieser Aussagen zu haben.</p>
<p><span id="more-32"></span></p>
<p>Mehr noch: diejenigen, die aus der Reihe tanzen, bekommen das zu spüren. So kürzlich geschehen im Fall der Fernsehjournalistin und Autorin Gabriele Krone-Schmalz nach der Veröffentlichung des Buches „Was passiert in Russland?“. Der allgemeinen Mode zuwider beschränkte sie sich nicht auf eine Aufzählung der Schattenseiten, sondern führte vielfältige Tatsachen aus dem Leben meines Landes auf, die sich nicht in das Prokrustesbett der modisch gewordenen Anschuldigungen zwängen lassen.</p>
<p>Was geschah danach? Erst taten renommierte Zeitungen so, als hätten sie die Buchveröffentlichung nicht bemerkt, dann griffen einige von ihnen die Autorin mit Anschuldigungen an, die an die Kritik aus der Zeit des kalten Krieges erinnern. Das ist nur ein Einzelbeispiel, das aber eine Tendenz widerspiegelt. Worum handelt es sich dabei? Woher kommt diese Tendenz?</p>
<p>Kürzlich stellte mir ein deutscher Journalist beim Interview eine Vielzahl von Fragen, auf die ich ehrliche Antworten zu finden versuchte. Zum Schluss stellte ich ihm eine einzige Frage - danach, wie die deutsche Presse die Geschehnisse in unserem Land darstelle. Ich fragte ihn: warum?</p>
<p>Darauf konnte er keine eindeutige Antwort finden. Mir kam es vor, als ob auch er selbst nicht klar wüsste, worauf diese Tendenz zurückzuführen sei. Dennoch gab er zu, dass sie zweifellos existiere.</p>
<p><b>Russlands Zukunft heißt Demokratie</b></p>
<p>Was ist der Zweck dieses meines Statements? Ist es als eine Aufforderung zu verstehen, nur Gutes über Russland zu schreiben, obwohl es bei uns auch viel Negatives gibt? Nein.</p>
<p>Man sollte einfach verstehen, dass es einen deutschen und einen russischen Kontext gibt. Man sollte erkennen, dass Russland nicht umhin kommt, in seiner Entwicklung alle möglichen Hindernisse überwinden zu müssen. Überspringen geht nicht. Wir müssen den ganzen Weg erlaufen und erklimmen.</p>
<p>Russische Medien, das Fernsehen verdienen auch ernsthafte Kritik. Jedoch gibt es bei uns zahlreiche Zeitungen, die heute Glasnost in der Praxis anwenden und frei schreiben. Einem aufmerksamen Beobachter kann nicht entgehen, dass die Medien – trotz aller Widrigkeiten – immer stärker werden. In den vergangenen Wochen äußerte ich mich in der russischen Presse mehrmals darüber, dass wir das Wahlsystem nach den Wahlen reformieren und es näher an die Anforderungen der Demokratie rücken müssen. Hier bestehen nicht wenige ernst zu nehmende Mängel. Der Diskussionsprozess ist schon im Gange, Russland bewegt sich vorwärts, es hat nur eine Zukunft – diese Zukunft heißt Demokratie.</p>
<p>Wenn man in Russland als Korrespondent arbeitet und all diese Prozesse nicht erkennt, dann hat man sich wohl frei nach „Alice im Wunderland“ für ein Leben „hinter dem Spiegel“ voller Stereotype und Klischees entschieden. Dann empfindet man für die Geschehnisse im Land kein wirkliches Interesse. Ich glaube aber, dass man in einem Land, für das man weder Liebe noch Respekt empfindet, besser nicht als Korrespondent arbeiten sollte.</p>
<p>Kritik ist ein notwendiges Heilmittel. Aber von einer ungerechten, taktlosen Kritik von außen fühlen sich die Menschen in Russland gekränkt, die gerade erst verspürten, dass ihr Land wieder aufrecht geht, dass sich eine langsame, aber stete Verbesserung der Lebensbedingungen bemerkbar macht. Es wäre schade, wenn sich dadurch das Verhältnis der Russen zu den Deutschen verschlechtern würde. Dieses Verhältnis war ja über die letzten Jahrzehnte hinweg gut.</p>
<p>Ich kann es nicht unerwähnt lassen: Weder Gorbatschow, noch Kohl, noch Bush und ihre Mitstreiter hätten eine friedliche und rasche Wiedervereinigung Deutschlands erreichen können, wenn das russische Volk, die Bürger Russlands – allen tragischen Seiten der Geschichte zum Trotz – nicht ein neues Vertrauen zu den Deutschen gefasst und nicht das Recht der Deutschen auf Einheit unterstützt hätten.</p>
<p>Vor einigen Tagen bekam ich von meinem Freund Hans-Dietrich Genscher, dem ehemaligen deutschen Vizekanzler und Außenminister, ein Glückwunschschreiben zum neuen Lebensjahr. Darin schreibt er: &#8220;Mit meinen Gedanken bin ich in dieser durch viele Ungewissheiten geprägten internationalen Situation oft bei Dir. Es wird Zeit, die Stimme zu erheben für Zusammenarbeit und Vertrauensbildung. Wie schwer es ist gegenseitiges Vertrauen aufzubauen, wissen wir beide wohl am besten. Ich erinnere mich immer wieder an die Zeit, in der im Westen darüber gestritten wurde, ob man Dir vertrauen könne. Aber Vertrauen ist eine kostbare Sache und leicht zerbrechlich. Hier sind wir gefordert und hier können wir etwas tun (&#8230;)&#8221;</p>
<p>Das war zwar ein persönlicher Brief an mich, aber ich glaube, er hat einen öffentlichen Klang. Wir sollten unser gegenseitiges Vertrauen zu schätzen wissen.</p>
<p>Michail Gorbatschow, Moskau, im März 2008</p>
<p><b>Quellen: <a target="_blank" href="http://www.gorbi.ru/rubrs.asp?art_id=25906&#038;rubr_id=21&#038;page=1">Gorbatschow Foundation</a> (russ.), 7. März 2008 und <a target="_blank" href="http://www.haz.de/newsroom/politik/zentral/politik/ausland/art666,544472">Hannoverscher Allgemeine</a>, 8. März 2008</b></p>
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		<title>Zitat falsch übersetzt und ausgeschmückt</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Mar 2008 21:54:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RJ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[BpB]]></category>

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		<description><![CDATA[Israel müsse von der Landkarte verschwinden, soll der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad 2005 gesagt haben. So steht es etwa im einleitenden Satz des Dossiers zum Thema Antisemitismus der Bundeszentrale für politische Bildung: &#8220;Mit seiner Äußerung, Israel von der Landkarte tilgen zu wollen, sorgte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Oktober 2005 weltweit für Empörung. Sein offener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Israel müsse von der Landkarte verschwinden, soll der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad 2005 gesagt haben. So steht es etwa im einleitenden Satz des <a target="_blank" href="http://www.bpb.de/themen/GX51KQ,0,0,Antisemitismus.html">Dossiers zum Thema Antisemitismus</a> der Bundeszentrale für politische Bildung: &#8220;Mit seiner Äußerung, Israel von der Landkarte tilgen zu wollen, sorgte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Oktober 2005 weltweit für Empörung. Sein offener Hass gegen Israel und die Juden entlädt sich regelmäßig: in Drohungen, Anfeindungen, in einer konsequenten Leugnung und Relativierung des Holocaust.&#8221;</p>
<p>Diese Darstellung hält sich hartnäckig, ist aber offenbar falsch. Auf verschiedenen Webseiten war schon 2005 zu lesen, dass Ahmadinedschad etwas anderes gesagt habe. In der Süddeutschen Zeitung (15.03.2008) schreibt nun <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Katajun_Amirpur">Katajun Amirpur</a> (Wikipedia), dass dieser viel zitierte Satz so von Ahmadinedschad nicht gefallen sei. Er habe damals schlicht gesagt, dass das israelische Besatzungsregime Geschichte werden müsse. Er habe die Forderung ausgesprochen, die Besatzung Jerusalems zu beenden, so Amirpur.</p>
<p><span id="more-31"></span></p>
<p>Die <a target="_blank" href="http://www.arbeiterfotografie.com/iran/index-iran-0034.html">Arbeiterfotografie</a> hat die Bundeszentrale für politische Bildung in einem Offenen Brief auf ihren Fehler aufmerksam gemacht und nach Quellen für ihre Behauptung gefragt. Bernd Hübinger, stellvertretender Präsident der Bundeszentrale, schreibt in seiner Antwort, dass er keine Quellen dafür habe, die Formulierung aber nicht ändern werde. Dafür nennt er zwei Gründe. Erstens sei es kein Zitat sondern eine Paraphrase Ahmadinedschads, und zweitens stehe die Formulierung im Einklang mit Darstellungen diverser seriöser Medien, so Hübinger.</p>
<p>Trotz der immer wieder Israel-feindlichen Äußerungen Ahmadinedschads finde ich es bedauerlich, dass sich die Bundeszentrale für politische Bildung das so einfach mit ihren Quellen macht und Zitate ausschmückt anstatt sie richtig einzuordnen.</p>
<p><b>Update, 08.05.2008:</b> Nachdem sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages mit der Sache beschäftigt hat, sieht es die Bundeszentrale für politische Bildung nunmehr als sinnvoll an, die umstrittene <a target="_blank" href="http://www.bpb.de/themen/MK6BD2,0,Die_umstrittene_Rede_Ahmadinedschads_im_Wortlaut.html">Rede</a> Mahmud Ahmadinedschads in einer offiziellen Übersetzung zu veröffentlichen sowie die <a target="_blank" href="http://www.bpb.de/themen/5FGZGI,0,0,Debatte_um_die_Position_Irans.html">Kontroverse</a> um die Übersetzung des Zitats auf der Website darzustellen und einen <a target="_blank" href="http://www.bpb.de/themen/RQOUQI,0,Iran_und_Israel.html">Meinungsartikel</a> zur Auseinandersetzung zu veröffentlichen.</p>
<p>Die einleitenden Worte des Antisemitismus-Dossiers wurden daraufhin geändert. Allerdings wurden noch zwei Texte von Henryk M. Broder und Matthias Küntzel angefügt. Dazu schreibt <a target="_blank" href="http://www.zweitausendeins.de/writersblog/broeckers/index.cfm?mode=entry&#038;entry=A59E21B5-65BF-D72D-ED991889EC452E98">Mathias Bröckers</a> (01.05.2008): &#8220;Statt einer Entschuldigung ihrer Desinformation hat die BpB jetzt im Netz zusammen mit der korrekten Übersetzung eine &#8216;Debatte um die Position Irans&#8217; eröffnet und dazu einen chronischen Islamophobiker (H.M.Broder) und einen &#8216;Antideutschen&#8217; (M.Küntzel) um Beiträge gebeten. So lobenswert es sein mag, sich als öffentlich-rechtliche Anstalt auch um bizarre politische Randgruppen zu bemühen, aber dann kann man zum Zwecke der &#8216;politischen Bildung&#8217; eine Debatte über Frauenrechte auch gleich von zwei Zuhältern eröffnen lassen oder eine über Vegetarismus von Vertretern der Metzger-Innung.&#8221;</p>
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		<title>Uneingebetteter Ulrich Tilgner</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jan 2008 17:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RJ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir werden ihn vermissen. Ulrich Tilgner hat seinen Vertrag als Leiter des ZDF-Büros in Teheran und Sonderkorrespondent des Zweiten für den Nahen und Mittleren Osten nicht verlängert – um seine journalistische Unabhängigkeit zu wahren. Ab 1. April berichtet der erfahrene wie renommierte Kriegsreporter hauptsächlich für das Schweizer Fernsehen SF. Tilgner sieht die kleine Alpenrepublik als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir werden ihn vermissen. Ulrich Tilgner hat seinen Vertrag als Leiter des ZDF-Büros in Teheran und Sonderkorrespondent des Zweiten für den Nahen und Mittleren Osten nicht verlängert – um seine journalistische Unabhängigkeit zu wahren. Ab 1. April berichtet der erfahrene wie renommierte Kriegsreporter hauptsächlich für das Schweizer Fernsehen SF. Tilgner sieht die kleine Alpenrepublik als letzte Oase kritischer Berichterstattung.</p>
<p>Im <a target="_blank" href="http://www.migrosmagazin.ch/index.cfm?id=26363">Migros-Magazin</a> erklärte der Nahost-Epxerte, er fühle sich in Deutschland in seiner Arbeit zunehmend eingeschränkt, &#8220;gerade auch was die Berichterstattung aus Afghanistan angeht, jetzt, wo dort deutsche Soldaten sterben&#8221;. Es gebe Bündnisrücksichten, die sich in der redaktionellen Unabhängigkeit der Sender widerspiegelten. Gleichzeitig werde Politik immer mehr in Nischen verdrängt.</p>
<p>&#8220;In der Schweiz hingegen sind Sendungen wie &#8216;Tagesschau&#8217; oder &#8216;10vor10&#8242; Institutionen&#8221;, so Tilgner. Dort habe er noch keine Eingriffe in seine Arbeit erlebt – was umgekehrt ja heißt, auf dem Lerchenberg in Mainz wird bisweilen sehr wohl interveniert, oder direkter: das Zweite ist beim Verteidigungsministerium und Kanzleramt eingebettet. Da geht&#8217;s dann ab mit Minister Jung nach Afghanistan. Statt kritischen Frontberichten hagelt es Features über Aufbauerfolge und Stabilität. Immer exklusiv.</p>
<p>Im Migros-Magazin kritisiert Tilgner die hiesige Berichterstattung über den US-besetzten Irak. Von einer &#8220;erfolgreichen Mission&#8221; zu sprechen, wie dies – nicht nur amerikanische – Medien immer häufiger täten, sei angesichts von drei Millionen Flüchtlingen und 150.000 Ermordeten ein &#8220;unglaublicher Zynismus&#8221;. &#8220;In Bagdad hat nahezu jede Familie Verwandte verloren. Wenn man da von Erfolg spricht, weiß ich nicht, was dann ein Mißerfolg wäre&#8221;, so Tilgner.</p>
<p>Offiziell bedauert ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender den Abgang. (rg)</p>
<p><b>Quelle: <a target="_blank" href="http://www.jungewelt.de/2008/01-31/066.php">Junge Welt</a>, 31. Januar 2008</b></p>
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		<title>Lobbystudie unkritisch widergegeben</title>
		<link>http://www.watchblog.de/2007/11/21/lobbystudie-unkritisch-widergegeben/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Nov 2007 21:33:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RJ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Spiegel Online]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Datenautobahn könne es sich bald stauen, wenn das Netz nicht ausgebaut werde, schreibt Matthias Kremp in einem Aufmachertext (via Textdepot, 21.11.2007) auf Spiegel Online (21.11.2007). Zu diesem Ergebnis komme eine aktuelle US-Marktforschungsstudie, die Kremp referiert, ohne sich damit kritisch zu beschäftigen.
Die Untersuchung haben Nemertes, eine Forschungs- und Beratungsfirma, spezialisiert auf die Beurteilung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Datenautobahn könne es sich bald stauen, wenn das Netz nicht ausgebaut werde, schreibt Matthias Kremp in einem <a href="http://thomaspleil.wordpress.com/2007/11/21/spiegel-aufmacher-mit-lobby-studie/" target="_blank" title="Aufmachertext">Aufmachertext</a> (via Textdepot, 21.11.2007) auf <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,518640,00.html" target="_blank" title="Spiegel Online">Spiegel Online</a> (21.11.2007). Zu diesem Ergebnis komme eine aktuelle <a href="http://www.nemertes.com/internet_singularity_delayed_why_limits_internet_capacity_will_stifle_innovation_web" target="_blank" title="US-Marktforschungsstudie">US-Marktforschungsstudie</a>, die Kremp referiert, ohne sich damit kritisch zu beschäftigen.</p>
<p>Die Untersuchung haben Nemertes, eine Forschungs- und Beratungsfirma, spezialisiert auf die Beurteilung des wirtschaftlichen Werts neuer Technologien, und die Internet Innovation Alliance, die strategischen Rat und Hilfe für internationale Telekommunikations- und Technologieunternehmen geben, erstellt.</p>
<p>Bei diesen Firmen handele es sich um Lobbyorganisationen im Kampf um die Kontrolle im Netz, wie auf <a href="http://netzpolitik.org/2007/das-ende-des-internets-im-jahre-2010/" target="_blank" title="Netzpolitik.org">Netzpolitik.org</a> (20.11.2007) zu lesen ist. Seit Jahren wird in den USA eine Debatte über Netzneutralität geführt.</p>
<p>Telekommunikationsunternehmen würden im Internet nämlich gern eine Zweiklassengesellschaft einführen. Das hieße, wer zahlt (YouPorn vielleicht), bekommt für die Verbreitung seiner Inhalte im Netz die Autobahn und wer nicht oder wenig zahlt (Blogger zum Beispiel) die langsame, verstopfte Nebenstraße. Bei Spiegel Online ist davon nichts zu lesen.</p>
<p>Der Blogger <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/11/20/wer-bezahlt-die-leitungen/" target="_blank" title="Robert Basic">Robert Basic</a> (20.11.2007) hat auch unkritisch auf diese Studie verwiesen, aber im Gegensatz zu Spiegel Online den Hinweis auf die Lobbyorganisationen nachgereicht.</p>
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